Philosophie

Aufgrund vieler Besuche von Barockfesten in ganz Deutschland entsprang die Idee selber als Einzeldarsteller oder mit Gleichgesinnten den Spätbarock und den Rokoko (1720 - 1770) höfisch darzustellen. Was wäre in galanter Gesellschaft ein Fest dieses Zeitalters an Gestaltung ohne amüsantes Geplauder, dem knisternden Rascheln von Seide, Tanz, Musik und geistvoller Unterhaltung. Auf ihm zeigt sich die höfische Welt, von der puderigen Eleganz der anmutigen Damen bis zur verfeinerten Arroganz der galanten Herren. Dazu kam die Faszination an den ausschweifenden Formen dieses Zeitalters.

Im Mittelpunkt sollte das "Reenactment", die Wiederaufführung eines historisch dokumentierten Ereignisses, etwa einer Schlacht oder einer Fürstenhochzeit und "Living History", die Darstellung des höfischen Lebens des 18. Jahrhunderts stehen. Beide Konzepte schließen sich allerdings nicht aus, ergänzen sich sogar oft gut. Die Frage der Authentik war schwierig zu beantworten. Ein Gedanke war, da alles nur ein Kompromiss ist, wie weit der Kompromiss gehen darf. Deshalb wünsche ich mir einen Mindeststandard für ein gewisses historisches Gesamtbild. Das heißt Militärstiefel und Schottenröcke sind keinesfalls willkommen. Liebe, Begeisterung und Interesse am Leben des Spätbarocks und Rokokos  halfen über Schwierigkeiten am Anfang hinweg. Nach Zusammenstellung der Roben und Lagergegenstände besteht die Bestrebung auf historischen Festen des 18. Jahrhunderts entweder als Einzeldarsteller bzw. mit Gleichgesinnten mitzuwirken.

Es wird geboten Spätbarock und Rokoko (1720 -1770) zu erleben und das Leben des des 18. Jahrhunderts wieder aufleben zu lassen. Dieses soll u.a. auf höfischen Bällen und im eigenen Lager  dargestellt werden. Dabei lege ich besonderen Wert auf Bekleidung, Etikette, usw. Allerlei Lustbarkeiten, Musik, Tanz, Spiele und vieles mehr werden den edlen Herrschaften, aber auch dem gemeinen Volke zum Zuschauen und Mitmachen geboten. Um die Darstellung so historisch wie möglich zu gestalten, werden Museen besucht, Fachliteratur und Literatur der zeit, die eine Grundlage bildet, gelesen oder geschichtliche Vorträge angehört. Dazu sind viele Ausrüstungsgegenstände des Spätbarocks und Rokokos  (z.B. wie Lagerzelte, Möbel usw.) angeschafft worden. Das Lager ist zeitgenössisch gestaltet worden, deswegen wird man keine Cola Flaschen, Plastikbecher usw. finden. Das Essen wird natürlich über offenem Feuer zubereitet.

Ich würde mich an Gleichgesinnten freuen, die Interesse am Leben des Spätbarocks und Rokokos (1720 - 1770) haben und Spaß am "Reenactment" und "Living History" mitbringen. Bei Veranstaltungen wird gewünscht in ordentlicher zeitgenössischer Kleidung  entsprechend seiner Person, die er verkörpert, zu erscheinen. Es werden engagierte Gleichgesinnte erwartet, die am Leben des 18. Jahrhunderts begeistert sind.

Das Ziel ist es einen engen geschichtlichen Zeitraum aufzuarbeiten und diesen so gut wie möglich darzustellen. Auch für Fachleute und Hobbyforscher sind greifbare und erlebbare Geschichte von steigendem Interesse. Jeder ist willkommen, der Engagement einbringt.

Infoblatt

Aachener Erklärung für Living History

 

 


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